Clarus Guignet und Gaëlle Jeanbourquin entwickeln performative Arbeiten an der Schnittstelle von Fantasy, Rollenspiel und darstellenden Künsten. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die ästhetischen und sozialen Codes dieser populären Erzählformen auf der Bühne verkörpern und neu erfahrbar machen lassen. Ausgehend von einer engen persönlichen Verbindung zu diesen Universen begreifen die Künstler*innen sie nicht als bloße Formen des Eskapismus, sondern als komplexe Denk- und Erfahrungsräume, in denen gesellschaftliche, ökologische und politische Fragestellungen sichtbar werden. Durch eine transdisziplinäre Praxis, die Körper, Raum und Spiel miteinander verbindet, entstehen Formate, die diese Themen einem breiten Publikum zugänglich machen und ihre kollektive Dimension erfahrbar werden lassen. So schafft das Projekt künstlerische Situationen, die gemeinschaftliche Imagination fördern, alternative Formen des Zusammenlebens erproben und neue Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft eröffnen.
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